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Nationalratswahl 2002

Bei der Nationalratswahl am 22. November 2002 trat Herbert Haupt als Spitzenkandidat für die FPÖ an. Die Freiheitlichen mussten bei diesem Wahlgang schmerzliche Verluste hinnehmen und erreichten 10,01 Prozent der Stimmen und ein Minus von 16,90 Prozent. Das entsprach 18 Mandaten. (– 34)

Wahlsieger wurde die ÖVP mit einem deutlichen Plus von rund 15 Prozent der Stimmen, auch die SPÖ konnte zulegen, blieb aber deutlich hinter der ÖVP zurück, ebenso leicht zulegen konnten die Grünen.

Kurzbeschreibung des Wahlkampfes

Aufgrund parteiinterner Querelen bei den Freiheitlichen kündigte ÖVP-Kanzler Wolfgang Schüssel im Herbst 2002 der FPÖ die Koalition und ließ eine vorgezogene Neuwahl ausrufen. Die Turbulenzen innerhalb der FPÖ – Stichwort Knittelfeld – führten dazu, dass die Partei entzweit und führungslos in den Wahlkampf startete. Der zunächst nominierte Spitzenkandidat der FPÖ, Mathias Reichhold, musste aufgrund gesundheitlicher Probleme seinen Platz räumen, der Kärntner Herbert Haupt sprang ein.

Eine klare Wahlkampflinie war schwer erkennbar, im Zentrum stand der Slogan „Für Österreich – ohne Wenn und Aber", und Zuwanderungs- und Europafragen wurden thematisiert. Die ursprünglichen Wahlkampfmittel waren noch auf Reichhold zugeschnitten, was dazu führte, dass es auch Plakate mit Reichhold gab, der gar nicht antrat. Auch der Slogan „Jetzt erst recht“ wurde plakatiert. 

Wahlergebnis

Zur Nationalratswahl 2002 kandidierten unter anderen folgende wahlwerbende Parteien und Listen:

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ)
Österreichische Volkspartei (ÖVP)           
Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)
Die Grünen – Die Grüne Alternative (GRÜNE)
Liberales Forum (LIF)
Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)
Christliche Wählergemeinschaft (CWG)
Sozialistische Linkspartei (SLP)
Die Demokraten

Wahlwerbende ParteienStimmenAnteil 2002±Mandate 2002±
ÖVP2.076.83342,30%+15,39%79+27
SPÖ1.792.49936,51%+3,3669+4
FPÖ491.32810,01%-16,918-34
GRÜNE464.9809,47%+2,53%17+3

Regierungsbildung

Wahlsieger ÖVP-Obmann Wolfgang Schüssel verhandelte zunächst mit den Grünen über eine Koalition, scheiterte damit aber. Neuerlich trat die FPÖ in eine schwarz-blaue Koalition mit der ÖVP ein (Bundesregierung Schüssel II), dies trotz der deutlichen Stimmenverluste, was die internen Parteidifferenzen weiter förderte. 2005 wurde das BZÖ gegründet, zu dem die blaue Regierungsmannschaft übertrat, damit wurde aus schwarz-blau schwarz-orange.

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