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Nationalratswahl 1971

Bei der vorgezogenen Nationalratswahl am 10. Oktober 1971 trat erneut Friedrich Peter für die FPÖ an. Die Freiheitlichen konnten 5,45 Prozent erreichen (+0,07 Prozent) und zehn Mandate (+4). Grund für die Mandatsvermehrung war die vorhergehende Wahlrechtsreform, die auch kleinen Parteien mehr Einfluss zusicherte.

 

Die SPÖ konnte unter Bruno Kreisky erstmals eine absolute Mehrheit einfahren, die ÖVP musste in gleichem Maße Verluste hinnehmen.

Kurzbeschreibung des Wahlkampfes

Nur rund eineinhalb Jahre nach der Wahl im Frühjahr 1970 wurden die Österreicher im Herbst 1971 erneut zu den Wahlurnen gebeten. Nachdem die SPÖ rund eineinhalb Jahre eine Minderheitenregierung stellte, die von der FPÖ gestützt wurde, gab es im Gegenzug eine Wahlrechtsreform, die nunmehr auch kleine Parteien stützte und den Nationalrat von 165 Mandaten auf 183 vergrößerte.

 

So war auch der Wahlkampf der Freiheitlichen unter anderem von dieser Neuerung geprägt, man plakatierte etwa „Freiheitlich wählen hat jetzt mehr Gewicht“. Zentraler Slogan der FPÖ war „Augen auf – kritisch wählen“, der einmal mehr auf die Kontrollrolle der Freiheitlichen hinwies, die ja das einzige, wenn auch kleine, Gegengewicht zu SPÖ und ÖVP darstellten.

Wahlergebnis

Zur Nationalratswahl 1971 kandidierten folgende wahlwerbende Parteien und Listen:

Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ)
Österreichische Volkspartei (ÖVP)
Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)
Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)
Offensiv links (OL)

Wahlwerbende ParteienStimmenAnteil 1971±Mandate 1971±
SPÖ2.280.16850,0%+1,6%93+12
ÖVP1.964.71343,1%-1,6%80+2
FPÖ248.4735,5%±0,0%10+4

Regierungsbildung

Das Wahlergebnis stellte den Beginn der „Ära Kreisky“ dar, der zum ersten Mal für die SPÖ eine absolute Mehrheit einfuhr und nach der Minderheitenregierung nun als Bundeskanzler allein regieren konnte.

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