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Bildquelle und © BKA/BPD

REGIERUNGSBETEILIGUNG 1983

Nachdem die SPÖ bei der Nationalratswahl 1983 die absolute Mehrheit verlor, bildete sie mit der FPÖ unter Norbert Steger eine  Koalitionsregierung. Es war dies die erste Regierungsbeteiligung der Freiheitlichen.

Die rot-blaue Koalitionsregierung unter Bundeskanzler Fred Sinowatz und Vizekanzler Norbert Steger stellt den Abschluss der Integration des historisch gewachsenen Dritten Lagers in das politische System dar. Als die FPÖ in der Nachfolge des VdU (Verband der Unabhängigen) gegründet wurde, wurde sie als eine Partei der ehemaligen Nationalsozialisten und als eine Nachfolge-Gruppierung der nationalliberalen Parteien der Zwischenkriegszeit und der alten Habsburger Monarchie empfunden. Sie zählte nicht zu den Gründungsparteien der Zweiten Republik.

Dass Steger und seine Mitstreiter durch den gesamtgesellschaftlichen Wandel in der Folge des Jahres 1968 und im Zeitalter des Sozialdemokratismus die ideologische Basis für eine zukunftsorientierte Partei in einer verstärkten Hinwendung zum Liberalismus sahen, war nur logisch und sollte auch das Odium der Nähe zu NS-Ideologie überwinden helfen. Diese erste freiheitliche Regierungsbeteiligung zeigte, dass die FPÖ in der Lage war, vernünftige Sachpolitik und Regierungsarbeit zu leisten, auch ohne großen vorpolitischen Bereich, den die alten Parteien in Form des Kammersystems und anderer ständestaatlicher Restbestände für sich in Anspruch nehmen konnten.

Norbert Steger war Vizekanzler und Bundesminister für Handel, Gewerbe und Industrie, Harald Ofner Justizminister und Friedrich Frischenschlager und sein Nachfolger Helmut Krünes Landesverteidigungsminister, Gerulf Murer war Agrarstaatssekretär,  Holger Bauer Finanzstaatssekretär, Mario Ferrari-Brunnenfeld Staatssekretär im Gesundheitsministerium.

Weiterer Artikel: Regierungsbeteiligung unter Norbert Steger
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Hier geht es zur Regierungserklärung des Kabinetts Sinowatz-Steger

 

Am Bild oben:

(v.l.n.r. sitzend) Günter Haiden, Alfred Dallinger, Norbert Steger, Fred Sinowatz, Gertrude Fröhlich-Sandner, Leopold Gratz, Karl Blecha
(v.l.n.r. stehend) Erich Schmidt, Franz Vranitzky, Franz Löschnak, Ferdinad Lacina, Beatrix Eypeltauer, Harald Ofner, Heinz Fischer, Holger Bauer, Karl Sekanina, Gerulf Murer, Kurt Steyrer, Johanna Dohnal, Herbert Moritz, Mario Ferrari-Brunnenfeld, Friedhelm Frischenschlager

 

Am Bild unten: Die freiheitlichen Regierungsmitglieder

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