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Nationalratswahl 1956

Bei der Nationalratswahl am 13. Mai 1956 trat die FPÖ nach ihrer Gründung erstmals mit ihrem Obmann Anton Reinthaller als Spitzenkandidat zur Wahl an. Man erreichte 6,52 Prozent, was umgerechnet sechs Mandaten entsprach.

Deutlicher Wahlsieger war die ÖVP unter Bundeskanzler Julius Raab, die SPÖ unter Adolf Schärf musste sich mit Platz zwei begnügen. Die KPÖ erreichte gerade noch ein Grundmandat.

Kurzbeschreibung des Wahlkampfes

Die Nationalratswahl 1956 war die erste nach der Besatzungszeit in Österreich, und auch die erste bundesweite Wahl für die FPÖ nach ihrer Gründung. Nachdem Streitigkeiten in der Vorgängerpartei, dem Verband der Unabhängigen (VdU) zu dieser Neugründung geführt hatten, jedoch sämtlich Abgeordnete des VdU geschlossen zur FPÖ wechselten, konnte man 1956 als dritte Kraft reüssieren – wenngleich auch mit Verlusten verglichen zu Vorgängerpartei. Die zentrale Botschaft im Wahlkampf lautete: „Gegen Rot und Schwarz – die Dritte Kraft“.

Wahlergebnis

Zur Nationalratswahl am 13. Mai 1956 kandidierten folgende wahlwerbende Parteien und Listen:

Österreichische Volkspartei (ÖVP)
Sozialistische Partei Österreichs (SPÖ)
Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)
Kommunisten und Linkssozialisten (KuL)
Freie Arbeiterbewegung Österreichs
Partei der Vernunft
Ergokratische Partei
Österreichische Patriotische Union
Österreichische Mittelstandspartei
Parlamentarische Vertretung der Wahlverhinderten, Nichtwähler und ungültigen Stimmen in Österreich

Wahlwerbende ParteienStimmenAnteil 1956±Mandate 1956±
ÖVP1.999.98646,0%+4,7%82+8
SPÖ1.873.29543,0%+0,9%74+1
FPÖ283.7496,5%−4,4%6−8
KuL192.4384,42%−0,86% 3−1

Regierungsbildung

Nach dem deutlichen Wahlsieg der ÖVP stellte diese gemeinsam mit Koalitionspartner SPÖ auch weiterhin mit Julius Raab den Bundeskanzler.

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