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Nationalratswahl 1990

Bei der Nationalratswahl am 7. Oktober 1990 stellte die FPÖ Norbert Gugerbauer als Spitzenkandidaten auf. Die Freiheitlichen konnten 16,64 Prozent erreichen (plus 6,91 Prozent) und 33 Mandate (plus 15).

Die Kanzler-Partei SPÖ verlor nur leicht, der kleinere Regierungspartner, die ÖVP, musste herbe Verluste von fast zehn Prozent hinnehmen.

Kurzbeschreibung des Wahlkampfes

Die regulär stattfindende Nationalratswahl 1990 war nach der Konsolidierung der Freiheitlichen unter Jörg Haider 1986 der nächste Meilenstein beim Aufstieg der Freiheitlichen in den 1990er-Jahren. Da Jörg Haider selbst 1989 zum ersten Mal zum Kärntner Landeshauptmann gewählt wurde, stellte die FPÖ den oberösterreichischen Rechtsanwalt Norbert Gugerbauer als Spitzenkandidaten auf.

Nachdem in diesen Jahren der Kalte Krieg sein Ende fand und der kommunistische Ostblock in sich zusammenfiel, herrschte auch in Österreich in gewisser Weise eine Umbruchsstimmung.

Somit war der ideale Boden für den freiheitlichen Aufstieg unter Jörg Haider bereitet, die Wahlkampf-Linie der FPÖ war auf diesem Veränderungswillen aufgebaut: „Die Kraft der Erneuerung“ war ein zentraler Wahlslogan, „1990 freiheitlich“ wurde affichiert. Legendär wurde ein Plakat mit Norbert Gugerbauer, Jörg Haider und Heide Schmidt vor schöner Alpenkulisse, welches mit „Die Unbestechlichen“ getitelt war, und eine entsprechende Spitze in Richtung Parteibuchwirtschaft und Proporz von Rot und Schwarz darstellte.

Wahlergebnis

Zur Nationalratswahl 1990 kandidierten folgende wahlwerbende Parteien und Listen: 

Sozialdemokratische Partei Österreichs (SPÖ)
Österreichische Volkspartei (ÖVP)           
Freiheitliche Partei Österreichs (FPÖ)
Die Grünen – Die Grüne Alternative (GRÜNE)
Verband der Sozialversicherten (VDS)
Kommunistische Partei Österreichs (KPÖ)
Christliche Wähler Gemeinschaft (CWG)
Christdemokratische Partei (CDP)
Wahlplattform der Grauen Österreichs (WGÖ)
Fritz Georg

Wahlwerbende ParteienStimmenAnteil 1990±Mandate 1990±
SPÖ2.012.78742,8%-0,3%80±0
ÖVP1.508.60032,1%-9,2%60-17
FPÖ782.64816,6%+6,9%33+15
GRÜNE225.0844,8%±0,0%10+2

Regierungsbildung

Die Niederlage der ÖVP änderte nichts daran, dass die SPÖ weiter mit dieser koalierte. Hintergrund war auch, dass SPÖ-Kanzler Franz Vranitzky – wie auch schon 1986 – eine Koalition mit der FPÖ von vornherein ausgeschlossen hatte. 

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