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Dipl.-Ing. Thomas Prinzhorn (*1943)

Dritter Präsident des Nationalrates (2002–2006)

Zweiter Präsident des Nationalrates (1999 – 20.12.2002)

Präsident der Wiener Industriellenvereinigung (1991–1993)

 

Der Industrielle Thomas Prinzhorn war freiheitlicher Spitzenkandidat bei der Nationalratswahl 1999 und langjähriger Präsident des Nationalrates

Kurzbiografie

Thomas Prinzhorn wurde am 5. März 1943 in Wien geboren. Er ist Unternehmern und Papier-Industrieller. Nach seiner Matura studierte er Maschinenbau an der Technischen Universität Wien (Dipl.-Ing. 1967) und später Wirtschaft an der Universität Harvard in den USA. Er arbeitete zunächst in der Papier- und Verpackungsindustrie in den USA und anschließend als Geschäftsführer in den Unternehmen W. Hamburger AG und der Mosburger AG, die später in der „Prinzhorn-Group“ zusammengefasst wurden.

Seinen Weg in die Politik fand Thomas Prinzhorn über die Industriellenvereinigung (IV) Ende der 1970er-Jahre, wo er verschiedene Funktionen in der Standesvertretung übernahm, unter anderem als Mitglied des Vorstandes der Vereinigung Österreichischer Industrieller und als Präsident der Wiener Industriellenvereinigung. Prinzhorn übte mehrere Aufsichtsratsmandate in nationalen und internationalen Unternehmen aus.

Im Jahr 1996 zog Prinzhorn ohne Parteimitgliedschaft auf der Liste der FPÖ in den Nationalrat ein, im Jahr 1998 legte er sein Mandat aufgrund von Unstimmigkeiten mit Jörg Haider zunächst zurück, erwarb aber nach Aussprache mit Haider im Jahr 1999 die FPÖ-Mitgliedschaft und wurde für die Nationalratswahl im Herbst 1999 zum Spitzenkandidaten neben Jörg Haider gekürt. Die FPÖ erzielte mit 26,91 Prozent das stärkste Wahl-Ergebnis ihrer Geschichte.

Nach dem deutlichen Wahlsieg der Freiheitlichen gingen diese unter internationalem Protest mit der ÖVP in eine Koalition. Der freiheitliche Wirtschaftssprecher Thomas Prinzhorn war als Finanzminister vorgesehen, wurde aber vom damaligen Bundespräsidenten Thomas Klestil wegen angeblich ausländerfeindlichen Äußerungen als Minister abgelehnt. Er wurde zunächst Zweiter Präsident des Nationalrates, und in weiterer Folge – nach Verlusten bei der Wahl 2002 – Dritter Präsident des Nationalrates.

Nach der Abspaltung Haiders mit dem BZÖ im Frühjahr 2005 blieb Prinzhorn Dritter Nationalratspräsident, und schied 2006 aus dem Nationalrat aus.

Wesentliche politische Funktionen

1975–1988Vorsitzender des Ausschusses für Bildungs- und Gesellschaftspolitik, IV
seit 1978Mitglied des Vorstandes der Vereinigung Österreichischer Industrieller 
1988–1993Vorsitzender des Ausschusses für Wirtschaftspolitik, IV
1991–1993Präsident der Wiener Industriellenvereinigung
1996–1998Abgeordneter zum Nationalrat
1999Spitzenkandidat der FPÖ bei der Nationalratswahl 1999
1999–2006Abgeordneter zum Nationalrat
1999–2002Zweiter Präsident des Nationalrates
2002–2006Dritter Präsident des Nationalrates
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