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24. November 2018 | Buchempfehlungen

Martin Hobek über sein Buch "HC Strache. Vom Rebell zum Staatsmann"

Interview mit dem Buchautor

Anlässlich der Neuerscheinung "HC Strache. Vom Rebell zum Staatsmann" im November 2018 hat das Freiheitliche Bildungsinstitut ein Interview mit dem Autor Martin Hobek geführt: 

Worum geht es in diesem HC-Strache-Buch genau?

MH: Ich wollte HCs Zeit als Spitzenpolitiker behandeln. Daher fragte ich ihn, wann diese für ihn beginnt und er nannte jenes von Herbert Kickl im Herbst 2003, also vor nunmehr genau 15 Jahren herbeigeführte Geheimtreffen, von dem bis zum Buch nur ganz wenige wussten. Ich habe den beiden dann einmal eine Dreiviertelstunde lang Details dazu herausgekitzelt, um den Einstieg so spannend gestalten zu können, dass der „Standard“ schrieb, er lese sich „wie ein Krimi“.

Es ist also keine klassische Chronologie?

MH: Nur vom Zeitablauf her. Mir waren auch unbekannte Facetten wichtig. Wäre Strache so, wie oft medial dargestellt – ein dumpfer Wüterich – hätte er nie so weit kommen können. Auch Norbert Hofers Sensationserfolg wäre ohne HC nicht möglich gewesen. Ich zeige hier, wie es gelaufen ist, und nehme den Leser hinter die Kulissen mit. Anekdotisches wie die Schachfiguren-Knobelei der beiden um die Kandidatur ist für einen Autor natürlich ein Glücksfall.

Das Buch ist stellenweise sehr persönlich.

MH: Ich bin seit 1988 voll dabei. Die Zeit der Spaltung z. B. habe ich mittendrin, für mich extrem bedrückend miterlebt. Warum soll ich die Dramatik nicht einfließen lassen, wenn ich schon ein Buch schreibe? Fade Papierverschwendung gibt es genug.

Es findet sich unerwarteter Weise auch ein „Hintergründe“-Teil in dem Buch. Warum das?

MH: Es gibt seit dem Regierungseintritt ein großes Interesse an Themen wie: Warum hat die FPÖ den Heimatbegriff im Parteiprogramm? Wie hält sie es mit Judentum und Islam? etc. Dem wollte ich Rechnung tragen. Außerdem: Wer zum Kern gelangen will, muss das Fruchtfleisch schmecken. Ich wünsche viel Spaß beim Lesen!

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