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11. Juli 2017 | Zitate

Multiethnisches Zusammenleben

Irenäus Eibl-Eibesfeldt

"Die Befürworter der multikulturellen Immigrationsgesellschaft stehen im Nationalbewusstsein der einheimischen Bevölkerung ein Hindernis für die Verwirklichung ihrer Pläne. Sie versuchen es daher zu bekämpfen. Dabei knüpfen die Deutschen an das gestörte nationale Selbstgefühl an, das sich nach dem Zweiten Weltkrieg als Reaktion auf den übersteigerten Nationalismus des „Dritten Reiches“ ausgebildet hat. …  Der Verbrüderung der europäischen Völker und dem Aufbau der europäischen Gemeinschaft galt das Interesse der Westdeutschen, die ihre Vergangenheit so „bewältigen“ wollten. Die Nation wurde für viele zum Sündenbock."

Irenäus Eibl-Eibesfeldt: Wider die MißtrauensgesellschaftStreitschrift für eine bessere Zukunft. Piper, 1995, S. 120

"Eine ohne Einbindung in eine größere Gemeinschaft und deren Wertesystem orientierungslos gelassene Jugend besonders ideologieanfällig ist und manche sogar den solidarisierenden Effekt kollektiver Aggression nutzen, um Wir-Gruppen mit eigenem Wertesystem aufzubauen. Des weiteren dürfte das Bemühen um den Aufbau einer multikulturellen Immigrationsgesellschaft in Kontrastbetonung, die der Identitätsverteidigung dient, einen aggressiven Nationalismus provozieren."

"Davor warnten übrigens bereits kurz nach dem Kriege namhafte Publizisten, die meinten, man möge die Läuterung vom bösen Geist des Nationalsozialismus nicht so weit treiben, dass dabei auch das Bekenntnis zur Nation zerstört werde."

Irenäus Eibl-Eibesfeldt: Wider die Mißtrauensgesellschaft. Streitschrift für eine bessere Zukunft. Piper, 1995, S. 121

 "Und Konrad Adenauer vertrat in Bern 1949: „Man kann das Wiedererwachen eines gesunden, sich in den richtigen Bahnen haltenden Nationalgefühls nur begrüßen, denn ein Volk, das kein Nationalgefühl mehr besitzt, gibt sich selbst auf“. Adenauer war ohne jeden Zweifel ein überzeugter Gegner des Nationalismus."

Irenäus Eibl-Eibesfeldt: Wider die MißtrauensgesellschaftStreitschrift für eine bessere Zukunft. Piper, 1995, S. 122

 "In aller Welt grenzen sich Menschengruppen über die Sprache, Brauchtum und Glauben von anderen ab, auf der Stufe der Naturvölker ebenso wie auf der Stufe staatlich organisierter Zivilisationen."

Irenäus Eibl-Eibesfeldt: Wider die MißtrauensgesellschaftStreitschrift für eine bessere Zukunft. Piper, 1995, S. 124

"Aus unseren bisherigen Ausführungen dürfte aber wohl deutlich geworden sein, dass der Aufbau einer multikulturellen Immigrationsgesellschaft in einem relativ homogenen Nationalstaat problematisch und eigentlich nicht zu verantworten ist. Man darf nicht „Experimente mit Menschen“ anstellen, die den inneren Frieden und damit den Fortbestand der freiheitlichen Demokratie gefährden. Es ist ferner höchst widersprüchlich, wenn man auf längere Sicht die eigene ethnische Identität aufs Spiel setzt und zugleich für kulturelle Vielfalt eintritt, denn auch durch die Pflege der eigenen Kultur trägt man ja zur Erhaltung der Vielfalt bei." 

Irenäus Eibl-Eibesfeldt: Wider die MißtrauensgesellschaftStreitschrift für eine bessere Zukunft. Piper, 1995, S. 155

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