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13. Juli 2015 | Zitate

Meinungsfreiheit

Irenäus Eibl-Eibesfeldt

„Gesellschaftskritisch“ und geschichtsfeindlich ziehen Moralisten heute gegen Leistung, Erfolg, Pflichterfüllung, Familie und Nation ins Feld. Was der Aufhebung menschlicher Fremdbestimmung, der Herrschaftsfreiheit dienen sollte, führt zu einem repressiven Gesinnungsterror, zu einer Sprachregelung, die Probleme verschleiert. „Politically correct speech“ wird gefordert. Wie gefährlich nahe das dem Orwellschen „Neusprech“ ist und den unseligen Bücherverbrennungen in der Nazizeit und wie schädlich für die freie Meinungsäußerung, auf der unsere Demokratie basiert, das sehen die Sprachregler offenbar nicht.

Der Bevölkerungswissenschaftler Josef Schmid sieht in den politischen Moralisten eine Gefahr für die Demokratie. „Sie maskieren sich als Gutsein zur Welt und wirken umso zerstörerischer."

Irenäus Eibl-Eibesfeldt: Wider die MisstrauensgesellschaftStreitschrift für eine bessere Zukunft. Piper, 1995, S. 220

 

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