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06. Dezember 2021 | Afrika, internation. Bildungsarbeit

Bildungspolitische Delegationsreise nach Cote D`Ivoire, Togo und Ghana

Bildungspolitischer Austausch mit Afrika

Von 24. November 2021 bis 3. Dezember 2021 reiste eine freiheitliche Delegation bestehend aus dem Präsidenten des FBI NAbg. MMMag. Dr. Axel Kassegger (ebenso Obmann der parlamentarischen Freundschaftsgruppe Österreich – Afrika Subsahara), NAbg. Christian Hafenecker (Obmann des Ausschusses für Forschung, Innovation und Digitalisierung) und GR Berno Mogel (Assistent Dr. Kassegger) in die afrikanischen Länder Cote D`Ivoire, Togo und Ghana.

Am Donnerstag, 25. November 2021 fand ein umfangreiches Arbeitsgespräch mit Abgeordneten des Parlaments der Republik Cote D’Ivoire in der Rotunde des ivorischen Parlaments statt. In der Diskussion mit dem Vorsitzenden des Ausschusses für Forschung, Wissenschaft, Technologie und Umwelt, Abg. Emile Kohoui Guirieoulou und weiteren Abgeordneten des Ausschusses standen die wechselseitigen Vorstellungen des österreichischen und ivorischen Bildungssystems im Vordergrund. Delegationsleiter Dr. Kassegger erläuterte dabei auch die Funktionsweise, Vorteile und Herausforderungen des österreichischen Systems der Dualen Ausbildung. Am Nachmittag desselben Tages lud Kabinettschef des Ministers für Höhere Bildung und Forschung Herr Toka Arsene Kobea zu einem Arbeitsgespräch ins Ministerium. Von besonderem Interesse war für KC Kobea das von Abg. Hafenecker vorgetragene österreichische System der Forschungsförderung.

Am Freitag, 26. November 2021 fand ein Treffen mit dem Rektor der größten Universität der Elfenbeinküste statt. Rektor Prof. Zie Ballo leitet die Universite Felix Houphouet-Boigny in Abidjan, welche unmittelbar nach Erlangung der Unabhängigkeit im Jahr 1964 gegründet wurde und heute mit über 50.000 Studierenden und 13 Fakultäten die wichtigste und größte Universität des Landes ist. Besser bekannt ist die Universität womöglich unter ihrem ursprünglichen Namen Universite de Cocody Abidjan. Kooperationen zwischen der Universität und österreichischen Universitäten fanden bisher nicht statt, umso größer war das Interesse an dem von Dr. Kassegger vorgestellten österreichische Programm Afrika-UniNet.

Am Nachmittag wurde Firma Mondi besucht und stand hier das von der österreichischen EZA geförderte Programm „Duale Berufsausbildung in Marokko und Cote D’Ivoire – Kapazitätenaufbau für eine lokal angepasste, bedarfsorientierte technische Berufsbildung“ welches von Mondi umgesetzt wird im Vordergrund des Interesses. Der Delegation wurde von Direktor Mohammed Al Andaloussi ein umfangreicher Bericht gegeben. Am Programm in Cote D’Ivoire nehmen insgesamt 25 junge Ivorer teil, die eine duale Ausbildung zum Industrieelektriker bekommen.

Am Dienstag, 30. November 2021 fand in der neuen Assemblee Nationale der Republik Togo ein Arbeitstreffen mit Abgeordneten der togolesischen Nationalversammlung statt. Bei diesem standen die Themen Bildung und Wissenschaft im Mittelpunkt. So konnte die ehemalige Kulturministerin und nunmehrige Abgeordnete Prof. Germaine Koumealo Anate gute Einblicke in die Herausforderungen und Chancen des togolesischen Bildungssystems geben. Am Nachmittag fand ein Treffen mit dem Präsidenten der Universität Lome Prof. Dodzi Komia Kokoroko und Vertretern des akademischen Personals der Universität auf dem Campus der mit über 40.000 Studierenden und 8 Fakultäten größten Universität Togos statt. Auch hier war das Interesse an dem von Dr. Kassegger vorgestellten österreichische Programm Afrika-UniNet groß.

Am Donnerstag, 2. Dezember 2021 fand ein Arbeitstreffen mit dem Ausschuss für Bildung des ghanaischen Parlaments statt. Geleitet wurde das Arbeitstreffen von Vorsitzenden des Ausschusses Abg. Kwabena Amankwah-Asiamah. Im Mittelpunkt der Besprechungen stand das Thema Duale Ausbildung deren jeweilige Funktionsweisen, Aufgabenstellungen und Herausforderungen von österreichischer Seite von Dr. Kassegger und von ghanaischer Seite von der Vizeministerin im Bildungsministerium Hon. Gifty Twum Ampofo vorgestellt wurden. Darüber hinaus wurde von Abg. Hafenecker das österreichische Programm Afrika-UniNet vorgestellt. Am Nachmittag desselben Tages fand ein Treffen im Headquarter des West Africa Network for Peacebuilding (WANEP) in Accra statt. WANEP wird im Zeitraum 2021 bis 2025 aus Mitteln der Austrian Development Agency (ADA) mit insgesamt 1,5 Millionen Euro unterstützt, operiert in 15 westafrikanischen Ländern mit eigenen Sekretariaten und hat zum Ziel den Aufbau einer Zivilgesellschaft zu stärken welche in der Lage ist nachhaltigen Frieden zu fördern. Hauptaufgabe von WANEP ist es, Informationen über Bedrohungen des Friedens zu erfassen, zu sammeln und zu strukturieren wie der Regionalleiter für Ghana Dr. Festus Kofi Aubyn in seiner Präsentation darlegte.

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