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25. Juni 2020

1848 AN DER BLAUEN DONAU 2020

Die Freiheitlichen in Wien

Titel: 1848 AN DER BLAUEN DONAU 2020: Die Freiheitlichen in Wien
Autor/Herausgeber: Andreas Mölzer/Freiheitliche Akademie Wien und Rathausklub der Wiener FPÖ
Verlag: Edition K3-Gesellschaft für Sozialpolitische Studien, Verlags- und Beratungs-Ges.m.b.H.
Erscheinungsjahr: Wien 2020
Gebundene Ausgabe: 199 Seiten

ISBN 978-3-9504350-5-4

 

Inhalt

Für das nationalfreiheitliche Lager und für jene Personen, die im Laufe seiner 170-jährigen Geschichte dieses Lager vertraten, war die Stadt Wien immer ein ebenso fruchtbarer wie schwieriger Boden.

Als kaiserliche Haupt- und Residenzstadt war Wien im Jahr 1848 ein Zentrum der nationalliberalen Revolutionsbewegung. In den letzten Jahrzehnten der Habsburger-Monarchie war es die große Ära der liberalen Bürgermeister, die die Hauptstadt der Monarchie geprägt hat. In der Ersten Republik wurde es für die Nationalliberalen in der Bundeshauptstadt wesentlich schwieriger. Während die Bundesregierung von einer bürgerlichen Koalition, bestehend aus christlich-sozialen und nationalliberalen Parteien, getragen wurde, herrschte im roten Wien die Sozialdemokratie. Nach der Katastrophe des Zweiten Weltkriegs und der Befreiung vom totalitären NS-Regime dauert es Jahre, bis sich das Dritte Lager neu formieren konnte. Der Verband der Unabhängigen (VdU) konnte auch in Wien Fuß fassen und war dort in erster Linie durch die historisch gewachsenen Verbände des nationalliberalen Bereichs dominiert. Mit der Gründung der Freiheitlichen Partei im Jahre 1956 allerdings sollte sich das ändern. Unter dem Obmann Tassilo Broesigke sowie dann unter der Führung von Norbert Steger und schließlich von Erwin Hirnschall konnte sich die Freiheitliche Partei nach dem Motto „klein, aber fein“ als nationalliberale Honoratiorenpartei in der Bundeshauptstadt etablieren.

Der politische Aufstieg zur zweiten Kraft in Wien folgt dann allerdings erst in den neunziger Jahren unter der Führung des Architekten Rainer Pawkowicz. Hilmar Kabas, der engste Mitarbeiter von Pawkowicz konnte in der Folge eine geschlossene Partei an seinen Nachfolger Heinz-Christian Strache übergeben. Diese sollte zum politischen Herausforderer des roten Wiens und von Bürgermeister Häupl beziehungsweise in der Folge von Bürgermeister Ludwig werden. Im Jahre 2015 im Zuge der Krise durch die Massenmigration vermochten die Wiener Freiheitlichen dann sogar über 30 Prozent der Wähler für sich zu gewinnen. Die Katastrophe von Ibiza und das Fehlverhalten zweier Spitzenfunktionäre sollten diesen Aufschwung je unterbrechen. Eine neue junge Führungsmannschaft rund um Dominik Nepp musste die im öffentlichen Ansehen schwer geschädigte Wiener Partei unter schwierigsten Umständen übernehmen.

Warum wir dieses Buch an dieser Stelle empfehlen

Die Geleitworte des Autors beginnen mit der Überschrift „Die Freiheit ist eine Wienerin“, schließlich hatte die nationalliberale Revolutionsbewegung des Jahres 1848 ein Zentrum in Wien und heutzutage ist Wien - als Sitz der Bundesregierung und des österreichischen Parlaments - für alle Parteien Österreichs von einer wesentlichen politischen Bedeutung. Insofern spielt die Wiener FPÖ auch eine tragende Rolle innerhalb der FPÖ-Bundespartei und sind die Entwicklungen in dieser Landespartei von großem bundesweitem Interesse für die FPÖ. Wer mehr über die Ereignisse rund um die Wiener Freiheitlichen erfahren möchte, kann sich anhand des von uns empfohlenen Buches einen zeitlich übersichtlichen, nach Ären eingeteilten geschichtlichen Einblick verschaffen. In den einzelnen, chronologisch geordneten Kapiteln werden die FPÖ-Parteigeschehnisse eines Zeitabschnitts geschildert und finden sich neben Bildern auch Interviews mit Zeitzeugen der Partei.

Zitate:

„Nach dem Tod Zelinkas im November 1868 wurde Cajetan Felder, der ebenfalls Rechtsanwalt war, mit großer Mehrheit als neuer Wiener Bürgermeister gewählt. Felder sollte zur prägendsten Persönlichkeit der liberalen Ära in Wien werden.“

Andreas Mölzer: 1859 – 1918. Die Nationalliberalen in der Kaiserstadt. In: Andreas Mölzer: 1848 An der blauen Donau 2020: Die Freiheitlichen in Wien, Wien 2020, S. 168

„Ich würde das damals im Jahr 1955 noch nicht als Aufbruchsstimmung bezeichnen.“ … „es war eine Hoffnung, die wir gehabt haben. Eine realistische Hoffnung und den festen Willen, es zu probieren.“

Dr. Erwin Hirnschall: 1956 -1990. Klein, aber fein. Im Gespräch: Erwin Hirnschall. In: Andreas Mölzer: 1848 An der blauen Donau 2020: Die Freiheitlichen in Wien, Wien 2020, S. 112

Es lag auf der Hand, dass in der Bundeshauptstadt zu dieser Zeit das wohl größte Wachstumspotential für die FPÖ zu suchen war. Lediglich drei Abgeordnete zählte die FPÖ damals in Wien. Drei von insgesamt 100.“

Andreas Mölzer: 1956 – 1990. Klein, aber fein. Im Gespräch: Norbert Steger.  In: Andreas Mölzer: 1848 An der blauen Donau 2020: Die Freiheitlichen in Wien, Wien 2020, S. 106

„Jedenfalls konnten Kabas und seine Mannschaft damals als Jugendorganisation wertvolle Beiträge für die Gesamtpartei der FPÖ einbringen. RFJ und die Wiener Landes Partei der FPÖ blieben aber nicht die einzigen Betätigungsfelder von Hilmar Kabas.“ [RFJ-Landesobmann 1961 - 1968]

 „Allein Hilmar Kabas war genau der richtige Mann zur richtigen Stunde am richtigen Fleck, um die Situation vor allem auch in Wien nicht nur zu beruhigen, sondern auch nachhaltig zu konsolidieren.“ [ 2005, Abspaltung Haiders und BZÖ-Gründung]

Andreas Mölzer: 1990 – 2004. Der Aufstieg zur zweiten Kraft. Im Gespräch: Hilmar Kabas. In: Andreas Mölzer: 1848 An der blauen Donau 2020: Die Freiheitlichen in Wien, Wien 2020, S. 82 f. und S. 87

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