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Erich Reiter

Büroleiter des Verteidigungsministers Friedhelm Frischenschlager 1983-1985

Bezirksrat in Wien-Neubau 1978-1983

Klubsekretär im Wiener FPÖ Landtags- und Gemeinderatsklub 1973-1976

Kurzbiographie

Erich Reiter wurde am 13. 07.1944 in Fürstenfeld in der Steiermark geboren. Reiter studierte Rechtswissenschaften an der Universität Graz (Dr.iur. 1969) und Politikwissenschaften an der Universität Wien (Dr. rer. pol. 1972). Seine Dissertation verfasse er zum Thema „Die föderalistische Funktion des österreichischen Bundesrates, eine Erörterung der Reformbestrebungen“. Während der Studienzeit engagierte er sich im Ring Freiheitlicher Studenten (RFS) und als Vorsitzender des Hauptausschusses der Österreichischen Hochschülerschaft an der Universität Graz (1969- 1979).

Nach dem Studium absolvierte Erich Reiter den Präsenzdienst im Bundesheer und wurde Wachtmeister der Reserve. Beruflich war er zunächst in der Steiermärkischen Sparkasse tätig, dann in der Arbeiterkammer NÖ, der Finanzlandesdirektion Wien, NÖ und Burgenland und anschließend im Finanzamt Wien. Mitte der 70er Jahre kam er ins Wissenschaftsministerium, 1980 wechselte er ins Außenministerium. Anfang der 80er Jahre arbeitete Reiter im Bundeskanzleramt in der Abteilung „Allgemeine Angelegenheiten der Entwicklungshilfe“, und 1984 bis 1989 war er Mitglied des Beirates für Entwicklungshilfe.

Politisch engagierte sich Erich Reiter Reiter als Mitglied in der FPÖ ab 1973 als Klubsekretär im Wiener FPÖ Landtags- und Gemeinderatsklub und ab 1978 sowohl als Mitglied der Bezirksvertretung des 7. Wiener Gemeindebezirks Wien-Neubau, als auch als Klubvorsitzender im Bezirk Wien-Neubau. Er war dem liberalen Flügel zuzuordnen, wirkte insbesondere im Atterseekreis mit und wurde später auch Präsident des Liberalen Clubs in Wien (1992-2000 und 2005-2006). Während der Regierung Sinowatz-Steger (SPÖ-FPÖ, 1983- 1985) war DDr. Erich Reiter Büroleiter des Verteidigungsministers Friedhelm Frischenschlager (FPÖ). Danach blieb er im Verteidigungsministerium, zunächst als Leiter der Präsidial- und Rechtssektion und ab 1992 als Sektionschef. Im Jahr 1997 wurde er Leiter des Militärwissenschaftlichen Büros (MWB) und Beauftragter für Strategische Studien, im Jahr 2001 Direktionsleiter für Sicherheitspolitik. Reiter war Mitglied des Nationalen Sicherheitsrates (2001-2006) und des Rates für Fragen der österreichischen Integrations- und Außenpolitik (2002-2004).

Reiter war zeitlebens wissenschaftlich tätig, unter anderem von 1978 bis 1984 als Leiter des Ludwig-Bolzmann-Institutes für Wissenschaftsforschung, und ab Mitte der 80er Jahre als Lehrbeauftragter der Universitäten Klagenfurt und Graz. In Graz wurde er 1999 zum Honorarprofessor für internationale Wirtschafts- und Sozialvergleiche ernannt. Weiters war er Mitglied der Österreichischen Akademie der Wissenschaften, des International Institute for Strategic Studies (IISS) in London, Vizepräsident der österreichischen Gesellschaft für

politisch-strategische Studien und geschäftsführender Präsident des Central European Nations Cooperation in Peace Support (CENCOOP), sowie Ehrenmitglied des United States Army Court of Military Review und Vorstandsmitglied der Internationalen Gesellschaft für Wehrrecht und Kriegsvölkerrecht. 2005 gründete er das Internationale Institut für Liberale Politik Wien (IILP). Er ist Autor zahlreicher Publikationen zur Sicherheits- und Verteidigungspolitik und politikwissenschaftlichen Schriften und war auch Herausgeber des Jahrbuchs für internationale Sicherheitspolitik.

Sektionschef i.R. Hon. Prof. DDr. Erich Reiter starb am 10.06.2015.

 

 

Wesentliche politische Funktionen

 

1973-1976

Klubsekretär im Wiener FPÖ Landtags- und Gemeinderatsklub

1978-1983

Bezirksrat in Wien-Neubau

1978-1983

Klubvorsitzender in Wien-Neubau

 

 

Quellen:

Bundesheer - Wissenschaftliche Publikationen - Sektionschef i.R. Hon.Prof. DDr. Erich Reiter Zugriffsdatum: 28.07.2021

Yasni-Ergebnis für https://www.iilp.at/

Erich Reiter – Wikipedia Zugriffsdatum: 28.07.2021

Solt, Wolfgang: Biographien der Gemeinderäte, Abgeordneten und Bezirksvorsteher 1918 – 2003, Wien 2003

Piringer Kurt: Die Geschichte der Freiheitlichen. Beitrag der Dritten Kraft zur österreichischen Politik. Verlag ORAC, Wien 1982, S. 225

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