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02. Dezember 2018 | EU-Institutionen

Die Europäische Zentralbank

kurz erklärt...

Die Europäische Zentralbank (EZB) ist die gemeinsame Währungsbehörde der Mitgliedstaaten der Europäischen Währungsunion, des „Euroraumes“. Sie bildet mit den nationalen Zentralbanken der Mitgliedstaaten das Europäische System der Zentralbanken.

Die EZB wird von einem Direktorium geleitet, das aus dem Präsidenten (derzeit Mario Draghi), einem Vizepräsidenten und vier weiteren Mitgliedern besteht. Der sogenannte EZB-Rat (gebildet aus Direktorium und den Präsidenten der Zentralbanken der Euro-Mitglieder) legt die Leitlinien und die Geldpolitik fest. Das Direktorium kümmert sich um die Durchführung der Beschlüsse des EZB-Rats und gibt dazu nötige Anweisungen an die jeweiligen nationalen Zentralbanken weiter, die die Beschlüsse umsetzen müssen.

Der EZB kommen die Aufgaben einer klassischen Zentralbank in einem Staat zu, also Geldpolitik, Verwaltung der Währungsreserven, Versorgung der Volkswirtschaften mit Geld und die Durchführung von Devisengeschäften. Darüberhinaus ist die EZB für statistische Ermittlungen und die Wahrung der Stabilität der Finanzmärkte verantwortlich.

Die EZB stellt eine der Haupttriebkräfte für weitere Zentralisierungs- und Vergemeinschaftungstendenzen im Finanzsektor dar. Sie ist zudem für die Verwässerung der Maastricht-Kriterien ebenso wie für die durch Anleihekäufe de facto verletzte No-Bailout-Klausel (Art. 125 AEUV) verantwortlich, treibt die Kapitalunion voran und enteignet durch die Nullzinspolitik die Sparer.

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